Montag, 2. April 2012

Über Hanmer Springs nach Kaikura

Heute Morgen gab es wieder wunderschönes Herbstwetter. Auf unserem Campingplatz hatte es beim Aufstehen gerade mal 5 Grad, was zu kalt für unsere Heizung ist (C.: zum Glück haben wir unseren kleinen Heizlüfter. Ich glaube, der war schon mehrfaches Thema auch in älteren Blogs, ist aber immer wieder aktuell). Nach dem Frühstück war es dann in der Sonne schon so warm, dass man locker in Sommerkleidung hinsitzen konnte.
Wir haben dann echt gezahnt, ob wir nicht noch einen Tag hier bleiben. Ein Campingplatz so ganz für sich alleine mit Privatdusche und -klo und dann noch schönster Sonnenschein. Letzendlich (C.: auf Wunsch einer einzelnen Person) sind wir aber dann doch in Richtung Reefton losgefahren. Als wir in das erste Flusstal kamen, kamen auch wieder ein paar Nebelbänke. Deshalb erst mal Nebelbilder.



Im Gegenlicht sah man in den Zäunen und in den Bäumen überall Spinnweben. Steht man rechtwinklig davor, sieht man davon gar nichts mehr.


In Reefton haben wir einen kurzen Stopp gemacht. Viel zu sehen gibt es dort nicht. Eine alte Werkstatt für Touris und unten ein B&B mit Cafe, wo wir auch einen solchen getrunken haben. Das Objekt steht für 765.000 Dollar zum Verkauf, wer möchte?

Kurz hinter Reefton gibt es einen Mini-Abstecher zu der Inangahua Swing-Bridge. Die hat ihren Namen mal verdient, weil das Ding wie verrückt schaukelt, wenn man nur einen Fuß drauf setzt.

Wir sind dann Richtung Hanmer Springs abgebogen. Auf der Strecke gibt es zwar viele Wandermöglichkeiten, aber alle im Mehrstunden-/tagebereich und das war aus Zeitgründen nicht möglich. Wir haben deshalb nur ein paar kurze Fotostopps gemacht.

5 km vor Hanmer Springs ist diese schöne Brücke unter der aber auch wieder ein idiotisches Jetboot kreiseln muss. Ansonsten ist Hanmer Springs, wo wir unsere Mittagspause gemacht haben, das Baden-Baden der Südinsel. Ein sauteures Thermalbad, total überlaufen von Touris, weil man hier mal sein muss, in dem man für die Wasserrutsche noch mal extra bezahlt und nur Nobelhotels.(C.: da war unser Thermalvalley auf der Nordinsel viel, viel schöner und viiiiiiiiiiiiiiel relaxter)
Nach unserer Pause sind wir wider besseren Wissens weiter nach Kaikura gefahren. Da wir ja den Wetterbericht täglich auswerten, wussten wir, daß dort heute schon durchwachsenes und morgen eher schlechtes Wetter ist, während das schöne Wetter im Inland noch bis morgen hält. Warum, erklär ich gleich.
Man sieht auf den letzten Bildern schon die Wolken hinter der Bergkette, wo auch Kaikura liegt.
Warum also in die Wolken?
C. will unbedingt einen Wal sehen. Seit wir hier sind, starrt sie jedes Mal, wenn auch nur ein Zipfel Meer irgendwo ist, aufs Wasser und sucht die Walflosse. Hat aber bisher nicht geklappt. (C.: stimmt nicht!!!! Ich starre immer auf das Meer und suche eine Walflosse, einen Pinguin, eine Robbe, eine Welle, einen Bluff ..............und was so im Meer rum ist)

In Kaikura nun gibt es Walbeobachtungen mit 95%-iger Walsehgarantie und das steht jetzt morgen auf dem Programm.

Als wir in Kaikura ankamen, war das Wetter gar nicht so schlecht, dafür fand gerade eine Flugshow mit 5 Fliegern über dem Meer statt. Das war sicher nichts offizielles, vermutlich haben die nur geübt (C.: auf jeden Fall wollte keiner Dollars für's Zugucken). Da waren schon spektakuläre Sachen dabei, die teilweise recht gefährlich aussahen. Der hier stieg immer senkrecht hoch, trudelte dann nach unten und hat die Maschine dann irgendwie wieder abgefangen.

Ihr kriegt jetzt halt mal eine Bildersession von einer Flugshow.





Und zum Schluss noch ein ausgesucht schönes Exemplar für die Briefkastensammlung.


Grüße

Sonntag, 1. April 2012

Über den Arthur's Pass nach Moana

Heute Morgen hatte es Rauhreif auf dem Campingplatz, ein weiteres untrügliches Zeichen für den Herbst, allerdings keinen Nebel.

Wir sind die 72 weitergefahren und dann in Richtung Arthur's Pass abgebogen.
Es war den ganzen Tag über absolut ruhiges Herbstwetter, kein Wind und tagsüber richtig warm.

Die Straße in Richtung Arthur's Pass.




Auf dem Weg gibt es unheimlich viele Abzweigungen mit irgendwelchen Wanderungen. Ein paar davon haben wir vor 4 Jahren bereits gemacht, aber am Castle Hill haben wir damals nicht gehalten. Deswegen haben wir uns das heute angeschaut, große Steinformationen, die vor allem von Kletterern genutzt werden. Wir haben uns gewundert, warum da alle Matratzen auf dem Rücken hinschleppen, bis wir dann an den Felsen gesehen haben, dass die dort Freeclimbing üben. Das sind aber alles die absoluten Anfänger, die öfter runterfallen, deshalb auch die Matratzen (C.: die fallen aber aus maximal 1,50m, so dass auch die Matratzen nicht wirklich angesagt sind, zumal unten drunter alles nur weiches Gras ist. Sieht aber witzig aus, wenn Horden von kleinen Schlitzaugen mit riesigen Matratzen auf dem Rücken, gen Steinhügelchen wandern. An den wirklich großen Felsen war nur ein Einheimischer, der das Climbing und Abseilen wirklich drauf hatte, der hatte aber auch keine Matratze)










Nach der Wanderung sind wir weiter zum Pass gefahren und haben dort unseren Mittagsstopp gemacht.

In der vergangenen Nacht war hier auch Zeitumstellung (auf Winterzeit), so dass wir für unsere Verhältnisse richtig viel Zeit hatten. Wir sind jetzt 10 Stunden vor Euch.



Unterwegs kamen mal wieder ein paar Schneeberge zum Vorschein.
Kurz nach dem Pass gibt es eine Wanderung zu den Devils Punchbowl Falls. Auf dem Schild stand allerdings wieder mal nicht, dass man dazu ein paar hundert Treppen laufen muss. Das steht immer erst dann da, wenn man schon so weit gelaufen ist, dass man sowieso nicht mehr umkehrt. Also wieder 30 Minuten steil bergauf, aber dafür ein schöner Wasserfall.


Auf der andere Seite des Passes geht es mit 16% Gefälle über diese Brücke runter. Selbst im 3. Gang, wo die Karre höchstens 50 läuft, musste man die ganze Zeit auf der Bremse stehen, weil die Motorbremse nicht mehr reicht, so steil geht das runter. Man sieht das auf dem Foto gar nicht.
Auf dem Parkplatz, von wo man diese Brücke sieht, waren etliche Keas unterwegs. Das sind die frechsten Vögel, die es hier gibt. Die machen wirklich alles kaputt, was nur geht. Sie fallen über jedes Auto her und picken an allen Kunststoffen und Gummis rum.Einem Motorradfahren haben sie sogar den auf der Maschine abgelegten Lederhandschuh versucht zu klauen, der war dann aber doch zu schwer. Allerdings sind die Keas wirklich sehr schön wenn sie fliegen, weil die Unterseiten der Flügel ganz bunt sind. Das war aber wieder mal sehr schwer aufs Foto zu bekommen, weil die da immer nur rumgelaufen sind und nicht fliegen wollten.





Auf jeden Fall saßen dann 4 Stück auf unserer Karre und haben an der Dachluke rumgerissen.
Deshalb sind wir schnell ins Auto und losgefahren. Ca. 1 km später kommt noch ein Aussichtspunkt, wo man den weiteren Straßenverlauf sieht. Dort sprang dann einer der Keas, der sich offensichtlich beim Fahren nicht vom Dach getraut hatte, runter und hat ziemlich blöd geschaut, weil seine Kumpels alle weg waren.
Wahrscheinlich nimmt er aber einfach das nächste Auto, das bergauf fährt und fährt damit wieder zurück.

Wir sind dann zum Lake Brunner abgebogen und in Moana auf einen Campingplatz gefahren. Hier sind wir mutterseelenalleine, weil alle Touris noch die paar Kilometer zur Küste entweder nach Greymouth oder nach Hokitika fahren und dort übernachten (C.: könnten wir doch auch fahren und einfach so tun, als wären wir noch nicht dagewesen und noch mal von vorne anfangen)

Kaum waren wir angekommen, kamen die sonst sehr scheuen Wekas aus dem Gebüsch und sind so lang rumgeschwänzelt, bis es endlich was zu futtern gab (C.: wenn man denen einen langen gelben Schnabel ankleben würde, würden sie ohne weiteres als original Kiwis durchgehen)


Der Platz ist richtig Klasse. Eine gemütliche Campingküche mit Sofas und Fenseher und einen schönen Sonnenuntergang gab es dann auch noch.