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Dienstag, 6. März 2012

Von Stratford zum Cape Egmont und Kai Iwi Beach

Gestern Abend gab es direkt neben dem Campingplatz noch ein Rugby Spiel mit viel Geschrei (C.: ich hab die Regeln zwar nicht begriffen, aber das meiste Geschrei war, wenn alle am Boden lagen und sich irgendwie um dieses komische Lederei gehauen haben. Anschließend hatten sich alle aber wieder richtig lieb und haben sich ganz heftig umarmt.)
Heute Nacht war es dann nicht mehr ganz so kalt, so dass die Heizung in der …karre ohne Unterbrechung gelaufen ist.

Heute Morgen gab es dann wieder Frühstück im Sonnenschein, wobei man wirklich warten musste, bis die Sonne kommt, sonst ist es doch noch zu kalt zum raussitzen. In Richtung Berge sah man allerdings schon wieder die ersten Wolken. Am Anfang war der Mt. Egmont noch gut zu sehen.

Dann kam wieder unsere perfekte Reiseplanung zum Vorschein.

C. wollte unbedingt zum Cape Egmont Leuchtturm, den westlichsten auf den Nordinsel. Ich glaube, sie sammelt Leuchttürme, weil den nördlichsten und östlichsten hatten wir ja schon.

Ich habe also eine schöne kleine Nebenstraße rausgesucht, die direkt vom Stratford zum Cape führt. Bevor wir losfuhren, mussten wir noch tanken. An der Tankstelle dann plötzlich:

„C: Ach neeeeeee, da hinten ist es so schwarz, wir fahren lieber in die Richtung mit dem blauen Himmel“. Also auch gut und den direkten Highway nach Wanganui genommen. Man muss vielleicht noch ergänzen, dass ich die großen Highways hasse, weil man dort immer heizen muss oder man zieht eine ganze Schlange hinter sich her.
Aber egal, 35 km nach Haweta geheizt. Dort sind wir ein paar Minuten rumgelaufen, ich erspar euch allerdings ein Bild, weil die Stadt wirklich hässlich ist.

Also wieder zurück zum Auto und nun das:
„C: Eigentlich tät ich schon ganz gern zum Leuchtturm fahren.“

Also was machst du da, den 45-Highway hoch und zum Cape Egmont. Das war genau das, was ich vermeiden wollte. Wären wir quer gefahren, hätten wir uns den großen Highway gespart und wären den 45er nur zurückgefahren. So also hin und zurück dieselbe Strecke.

Auf Deutschland übertragen muss man sich das so vorstellen: Man will von Offenburg nach Freiburg, fährt erstmal in die entgegengesetzte Richtung bis Bühl, um dann schließlich nach Freiburg zu fahren. Aber da machst du gar nichts, das ist halt so (C.: jetzt da, das ist halt so)

Auf dem Weg zum Cape waren wir dann auf jeden Fall froh, dass wir uns vor 4 Tagen, als der Sturm angekündigt war, dafür entschieden hatten, im Inland zu bleiben und nicht an die Küste gefahren sind. Auf einer Strecke von rund 100km waren nahezu alle Wälder und riesige Maisfelder komplett platt. Überall ragten nur noch Storzen in den Himmel und in den Dörfern waren sie überall mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Da sind ganze Hausfassaden einfach weggeflogen. Das war sicher nicht mehr lustig und wir sind da auf unseren Campingplätzen ganz gut weggekommen.
 

 Unterwegs zum Leuchtturm haben wir einen Zwischenstopp in Opunake gemacht.



Danach wurden wir auch noch aufgehalten und zwar wieder einmal von Kühen und nicht von Schafen. Wenn es immer heißt, Neuseeland sei ein Schafland, so soll mir mal jemand sagen, wo die alle sind. Die ganze Strecke zum Cape haben wir 6 Schafe, aber tausende von Rindern gesehen. Die meisten Bauern, zumindest an der Küste, haben wohl auf Rinderzucht umgestellt.

Als wir am Cape waren, war der Mt. Egmont, der vorher noch gut zu sehen war, schon wieder hinter den Wolken verschwunden. Normalerweise würde man ihn (aus einem anderen Blickwinkel) genau hinter dem Leuchtturm sehen.






 
Nach dem Cape sind wir also zurück in Richtung Wanganui gefahren und haben uns dann 20km vor Wanganui zu einem Abstecher an den Kai Iwi Beach entschieden. Hier war ein schöner, fast leerer Campingplatz und hier bleiben wir jetzt heute Nacht und schauen uns dann morgen die Stadt an.
 




Am hellen Mittag lief hier dann auch ein Igel auf der Wiese rum.