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Samstag, 3. März 2012

Das ultimative Sauwetter - Tokaanu


Heute Nacht hat der erwartete Sturm angefangen zu toben. Das Auto hat zeitweise ganz schön geschaukelt und das lag definitiv nicht an uns.
Dazu regnete es quer und es war saukalt. Wir haben erstmal gemütlich im Camp-Kitchen gefrühstückt und die Nachrichten angeschaut. Das waren überwiegend Bilder von umgestürzten Bäumen und überfluteten Straßen.
Unsere Campingplatzausfahrt sah dann so aus.



Wir sind recht unschlüssig losgefahren, weil bei diesem Wetter eigentlich keine Strecke so richtig Sinn macht. Wir blieben erstmal auf der Nationalstraße 4 in Richtung National Park und sind nach Kakahi in die Te Rena Road abgebogen. Den Tipp hatten wir von unserem Campingplatzbesitzer für den gestrigen Abend bekommen, haben aber wegen des Dauerregens darauf verzichtet, hinzufahren.
Die Straße verläuft dort ein kurzes Stück durch eine Hohlgasse und abends soll es oben in den Bäumen tausende von Glühwürmchen haben. Das ganze ist nicht ausgeschildert und ohne einen Tipp nicht zu finden. Die Straße war dann allerdings auch bei Tag interessant.




Wenn man unterwegs mal kurz angehalten hat und rückwärts gefahren ist, gab das solche Spuren, weil alles schon richtig aufgeweicht war.

Wir sind dann weiter zum Tongariro  National Park und dort auf die 47 in Richtung Turangi gefahren. Von unterwegs, wo immer mal wieder Bäume herumlagen, gibt es nur ein paar Bilder von Flüssen mit reichlich Wasser, wobei immer Wassertropfen auf dem Objektiv waren, selbst wenn man aus dem Auto fotografiert hat. Kaum hatte man die Scheibe aufgemacht, peitschte der Wind den Regen in die Karre und auf den Fotoapparat.







In Turangi -hier von oben- gibt es 3 Campingplätze und wir hatten beschlossen, auf einem der Plätze das schlechte Wetter auszusitzen. Dort angekommen waren wir erstmal überrascht, dass Turangi ein richtiges Nest mit winzigem Stadtkern ist. Im Info haben wir uns nach dem Wetter erkundigt. Laut Wetterbericht hält der Sturm bis Morgen an und flaut dann im Lauf des Tages ab. Der Regen soll morgen früh ebenfalls nachlassen. Ab Montag soll es wieder richtig schön werden.


Danach haben wir die 3 Campingplätze im Ort nacheinander abgefahren, einer vergammelter als der andere. Der einzige Vorteil wäre gewesen, dass man jeden für sich alleine gehabt hätte.

Das war uns dann doch zu blöd und wir sind 3 km weiter nach Tokaanu gefahren. Hier haben wir einen Campingplatz mit großer Küche und Aufenthaltsraum und außerdem wieder mehrere Thermalbecken, die man kostenlos nutzen kann (C.: und das zu einem Preis von insgesamt 30$ incl. Campside mit Strom). Auch hier die Belegung vielleicht 10% der Kapazität.

Wir sind jetzt also seit 14.00 Uhr hier und haben uns erstmal ins warme Wasser gesetzt, das allerdings noch 2 Grad heißer sein dürfte.

Der Wind hat schon deutlich nachgelassen und am Horizont tauchen immer mal wieder blaue Löcher auf. Im Moment regnet es auch nicht mehr, kalt es aber immer noch.


Unterwegs sieht man immer wieder mal Wildgehege. Neuseeland ist zwischenzeitlich einer der größten (oder sogar der Größte) Exporteure für Wildfleisch.
Flora ist bei dem Wetter auch schwierig, aber ein bisschen Erika darfs schon sein.












Ps.: ich habe mich angesichts des Wetters und der herrschenden Temperaturen entschlossen, aus unseren wunderbaren Rindersteaks ein wunderbares Gulasch mit Kartoffelbrei und Erbsen zu kochen. Wozu hat man eine warme Campkitchen, noch dazu mit Fernseher in dem gerade die neuseeländische Version vom Superstar läuft (ist auch nicht besser als bei uns)


Pps: Es ist jetzt 17.00 Uhr. Es ist fast windstill und schon mindestens 2 Grad wärmer.