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Dienstag, 14. Februar 2012

Von Hihi Beach über Cape Reinga nach Waipapakauri Beach


Gestern Abend haben wir noch Besuch von einer Ententruppe bekommen. Wir haben ihnen unser Toastbrot, das gerade zu schimmeln anfing (das dauert hier gerade mal 3 Tage), verfüttert. Die haben das mit Genuss gefressen und C. hat es auch gefallen, dass ihr jemand aus der Hand frisst.













Danach sind wir zum Strand, um den Sonnenuntergang anzuschauen. Er war zwar nicht richtig spektakulär aber trotzdem schön. Romantik kommt da allerdings nicht auf, weil es neben mir im Sekundentakt klackert. (Das ist dann C. mit dem Foto) (C.: und wenn ich kein Foto mache, dann heißt es: „gib mir mal den Foto“ J )






Heute können wir euch wieder mal belegen, dass eine perfekte Reisevorplanung doch viel wert ist. Wir sind ja bekanntlich etliche Tage hinter unserem Zeitplan und hätten bereits vor 2 Tagen am Cape Reinga sein sollen. Wir haben uns deshalb in den letzten Tagen mehrfach gegenseitig versichert, dass wir das Cape Reinga einfach auslassen, weil es idiotisch ist, 120 km einfache Strecke da hoch zu fahren und dann die selbe Straße (es gibt nur die) wieder zurück, zumal wir ja vor 4 Jahren schon dort waren.
Also haben wir heute Morgen beschlossen, nach Opononi zu fahren. Wenige Kilometer vom Campingplatz entfernt, kamen wir durch Mangorui, wo ein wunderschöner Strand ist. Dort sind wir erstmal eine Stunde gelaufen und C. hat die erste Tonne Muscheln gesammelt.




Von dort ging es weiter nach Awanui, wo der Abzweig zum Cape Reinga ist. An der Einmündung ist in nur 10km Entfernung der Ninety Mile Beach angeschrieben und C. meinte, da könnten wir ja noch kurz hinfahren.
Als die Abzweigung zum Strand also in 10 km kam haben wir uns angeschaut und sind geradeaus weitergefahren und waren halt dann doch beim Cape Reinga.
So viel zu einer ausgereiften Vorplanung.

Das Wetter war für diese Tour heute allerdings auch ideal, wunderschöner Sonnenschein mit ein paar Quellwolken.

 Bevor man zum Cape kommt gibt es einen Abzweig zu den großen Sanddünen, wo wir zuerst hingefahren sind. Vom Parkplatz aus kann man dort in einem kleinen Bach an den Dünen vorbei in Richtung Ninety Mile Beach laufen. Vor 4 Jahren haben wir die Strecke ja mit einem Bus, der die 90 km am Strand entlang gefahren ist, gemacht und der fuhr damals diesen Bachlauf hoch.

C. wusste deshalb noch ganz genau, dass es nicht weit ist bis an den Strand. Wir also ohne Sonnenschutz und Wasser losmarschiert, Fototasche, Geldbeutel, offen im Auto und gelaufen und gelaufen. Es war dann halt noch ne Dreiviertelstunde, bis wir mal am Strand waren. Schon auf dem Weg fiel mir auf, dass C. irgendwie anders aussieht. Am Strand hat sie dann die zweite Tonne Muscheln gesammelt und dann gings zurück.


















Als wir am Auto ankamen, war dort wenigstens noch alles in Ordnung (C.: was auch sonst, wir standen ja gerade gegenüber vom Sandboardverleih). Wir beide leuchteten allerdings um die Wette und jetzt war mir auch klar, warum C. vorher so anders aussah. Wir werden heute Abend vermutlich kein Licht im Camper brauchen.

Nach den Sanddünen sind wir noch ans Cape zum Leuchtturm und der Nordspitze Neuseelands gefahren.

Gegen 16.00 Uhr haben wir uns auf den Rückweg gemacht und sind jetzt auf einem Campingplatz am Waipapakauri Beach, das ist kurz vor Awanui. Ich würde auf jeden Fall vorschlagen, dass wir die Fahrplanung nächstes Mal machen, gleich wenn wir wieder daheim sind und noch nichts vergessen haben. (C.: mit dieser Karre kommen einem die Wege auch viel länger vor als vor 4 Jahren mit dem „Blue Camry“)
 





Und dann noch die Flora des Tages:



und natürlich die Fauna, heute gleich zwei.

 Vie mehr gibts hier halt nicht.
Aber wenigstens mal ein paar Schafe. Zumindest hier im Norden sieht man nämlich kaum noch große Schafherden. Die meisten Bauern haben auf Rinderzucht umgestellt. Vielleicht ändert sich das ja weiter südlich.